COmed_11-2018_EVfK_Huber_Der_Reizdarm_der_keiner_war_S.782-83.pdf

Der „Reizdarm“, der keiner war
Autor: Meike Huber
Ein Fallbeispiel aus der kinesiologischen Praxis

Eine 44-jährige Patientin wurde bei mir vorstellig mit diagnostiziertem Reizdarm. Ihre Beschwerden bestünden seit zirka zwei Jahren. Vorbefunde einer unauffälligen Darmspiegelung und ein negativer Test auf Laktoseintoleranz lagen vor. Die bisherige Medikation Iberogast (verschiedene Pflanzenextrakte), Buscopan (Butylscopolaminiumbromid) und Lefax (Simeticon) erzielte keine Besserung der Beschwerden. Sonstige Medikation waren Jodtabletten und Jubrele (Desogestrel).

Das Beschwerdebild der Patientin war folgendermaßen: Stuhlgänge mit viel durchsichtigem Schleim über eine Dauer von zirka einer Woche. Häufigkeit verschieden, manchmal ein Vierteljahr Pause zwischen den Beschwerden. Ziehende, krampfartige Schmerzen setzten immer plötzlich im unteren Bauchbereich ein. 

Anamnese

EIm Anamnesegespräch wurde ich stutzig, da nicht ersichtlich war, dass bestimmte Nahrungsmittel die Beschwerden beeinflussen würden. Auch die für einen Reizdarm ungewöhnliche Beschwerdefreiheit von bis zu drei Monaten ließ mich aufhorchen. In der kinesiologischen Untersuchung testete ich mit Organampullen der Firma Rubimed AG, Schweiz. Nach den üblichen kinesiologischen Vortests (s. Kasten, S. 83) testete ich alle Verdauungsorgane auf KG 6 [1]. Dieser Punkt liegt auf dem Konzeptionsgefäß, zwei Querfinger unterhalb des Bauchnabels (s. Abb. 1). Der IM (Indikatormuskel) blieb immer angeschaltet bei Testung von Leber, Milz,Magen, Galle, Zwölffingerdarm, Dünndarm, Colon, Appendix und Pankreas. Das bedeutet in der Kinesiologie, dass kein Stress und keine Schwächung bei dem betreffenden Organ vorliegen. Der IM hielt dem Testdruck stand. Würde der IM nachgeben, wäre Stress auf der Substanz beziehungsweise dem Organ. Da diese Testung ohne Befund blieb, weitete ich die Testung auf weitere Organe im unteren Bauchbereich aus: Niere, Uterus und Ovarien. Bei den Ovarien schaltete der IM ab. Die detaillierte Abfrage mit den Fingermodes [2] ergab, dass das Problem auf der ökologischen Ebene lag. Die ökologische Ebene beinhaltet Nährstoffe, Hormone, Toxine und Blutzucker. Als Balance ermittelte ich dasMeridianklopfen für die Ovarien. In dieser Balance wird 30-mal der Thymus, die Glabella (3. Auge) und alle Anfangs- und Endpunkte der zwölf Organmeridiane geklopft. DerMeridian, dessen tageszeitliche Maximalzeit gerade vorliegt, wird nach Thymus und Glabella zuerst geklopft. Das weitere Beklopfen der Anfangs- und Endpunkte erfolgt in der Reihenfolge der chinesischen Maximalzeituhr der Meridiane. Diese Methode erlernte ich an der Internationalen Kinesiologie Akademie GmbH (IKA) in Frankfurt in den Kursen „Allergie und Unverträglichkeit“ sowie „Therapieblockaden“. Der Vorteil dieser Methode ist die Mobilisierung der Selbstheilungskräfte in Bezug auf eine Substanz, oder wie in meinem Fall, auf das Organ der Ovarien, das während dieser Balance auf KG 6 als Organtestampulle aufgelegt blieb. Danach sollte man Wasser trinken und in der Folgezeit auch auf eine ausreichende Trinkmenge von 1,5 – 2 Liter Wasser täglich achten. Zurück zu meiner Patientin: Nach der Balance blieb der IM bei ihr angeschaltet. DesWeiteren untersuchte ich kinesiologisch das Hormonsystem. Bei Progesteron (Testampulle D4) schaltete der IM ab. Die weitere Untersuchung mit dem Fingermode für Unterdrückung beziehungsweise dem Gamma2 Muskeltest [2] ergab, dass eine Unterdrückung vorläge.

Im Anamnesegespräch wurde ich stutzig, da nicht ersichtlich war, dass bestimmte Nahrungsmittel die Beschwerden beeinflussen würden. Auch die für einen Reizdarm ungewöhnliche Beschwerdefreiheit von bis zu drei Monaten ließ mich aufhorchen. In der kinesiologischen Untersuchung testete ich mit Organampullen der Firma Rubimed AG, Schweiz. Nach den üblichen kinesiologischen Vortests (s. Kasten, S. 83) testete ich alle Verdauungsorgane auf KG 6 [1]. Dieser Punkt liegt auf dem Konzeptionsgefäß, zwei Querfinger unterhalb des Bauchnabels (s. Abb. 1). Der IM (Indikatormuskel) blieb immer angeschaltet bei Testung von Leber, Milz,Magen, Galle, Zwölffingerdarm, Dünndarm, Colon, Appendix und Pankreas. Das bedeutet in der Kinesiologie, dass kein Stress und keine Schwächung bei dem betreffenden Organ vorliegen. Der IM hielt dem Testdruck stand. Würde der IM nachgeben, wäre Stress auf der Substanz beziehungsweise dem Organ. Da diese Testung ohne Befund blieb, weitete ich die Testung auf weitere Organe im unteren Bauchbereich aus: Niere, Uterus und Ovarien. Bei den Ovarien schaltete der IM ab. Die detaillierte Abfrage mit den Fingermodes [2] ergab, dass das Problem auf der ökologischen Ebene lag. Die ökologische Ebene beinhaltet Nährstoffe, Hormone, Toxine und Blutzucker. Als Balance ermittelte ich dasMeridianklopfen für die Ovarien. In dieser Balance wird 30-mal der Thymus, die Glabella (3. Auge) und alle Anfangs- und Endpunkte der zwölf Organmeridiane geklopft. DerMeridian, dessen tageszeitliche Maximalzeit gerade vorliegt, wird nach Thymus und Glabella zuerst geklopft. Das weitere Beklopfen der Anfangs- und Endpunkte erfolgt in der Reihenfolge der chinesischen Maximalzeituhr der Meridiane. Diese Methode erlernte ich an der Internationalen Kinesiologie Akademie GmbH (IKA) in Frankfurt in den Kursen „Allergie und Unverträglichkeit“ sowie „Therapieblockaden“. Der Vorteil dieser Methode ist die Mobilisierung der Selbstheilungskräfte in Bezug auf eine Substanz, oder wie in meinem Fall, auf das Organ der Ovarien, das während dieser Balance auf KG 6 als Organtestampulle aufgelegt blieb. Danach sollte man Wasser trinken und in der Folgezeit auch auf eine ausreichende Trinkmenge von 1,5 – 2 Liter Wasser täglich achten. Zurück zu meiner Patientin: Nach der Balance blieb der IM bei ihr angeschaltet. DesWeiteren untersuchte ich kinesiologisch das Hormonsystem. Bei Progesteron (Testampulle D4) schaltete der IM ab. Die weitere Untersuchung mit dem Fingermode für Unterdrückung beziehungsweise dem Gamma2 Muskeltest [2] ergab, dass eine Unterdrückung vorläge.

Unterdrückung körpereigener Hormone durch „Pille“

Im weiteren Gespräch mit der Patientin stellte sich heraus, dass sie seit 16 Jahren das Hormonpräparat Jubrele$ nahm und auch so lange keine Menstruation mehr hatte. Das bedeutet, das durch die Einnahme des Hormonpräparates das körpereigene Hormon und dessen Produktion unterdrückt wurde. Im Gegensatz zu herko mmlichen reinen Gestagen-Pillen wird die kontrazeptive Wirkung von Jubrele in erster Linie durch die Hemmung der Ovulation erreicht. Eine Erhöhung der Viskosität des Zervikalschleims gehört zu den weiteren Wirkungen [3]. Als ich das Präparat auf KG 6 testete, gab der IM nach. Als ausgetestete Therapie sollte das Präparat Klimaktoplant (DHU) viermal täglich über drei Wochen genommen werden, um den Hormonhaushalt zu regulieren. Bei der Testung von Estriol und Oestradiol blieb der IM angeschaltet. Umzu verifizieren, ob es ein lokales Problem der Ovarien oder der übergeordneten Steuerzentralen im Gehirn war, testete ich noch Hypothalamus, Hypophyse und Thalamus. Ich wollte wissen, ob die hormonellen Steuerungssysteme auch geschwächt waren. Der IM blieb jedoch angeschaltet bei der Testung. Die Patientin sagte, sie habe bereits vor Wochen im Urlaub darüber nachgedacht, wie lange sie die „Pille“„ noch nehmen sollte. Da die Patientin das Hormonpräparat jetzt absetzen wollte, führte ich ein Aufklärungsgesprächüber alternative Verhütungsmethoden.

Kontrolltermin nach 14 Tagen

Die Patientin hatte noch keine Periodenblutung. Der Durchfall mit Schleim war immer wieder da. Palpation des Bauchraums ohne Druckschmerz, keine Abwehrspannung. Da starke krampfartige Schmerzen die Patientin belasteten, riet ich dringend zu einem Termin beim Gynäkologen, um eine Eileiterschwangerschaft, oder -entzündung auszuschließen. (Die gynäkologische Kontrolle erfolgte ohne Befund, wie mir die Patientin im 18 Tage späteren Kontrolltermin berichtete.) Nach der Testung verordnete ich zweimal täglich 17 Globuli Progesteron D 4 (Fa. Markt-Apotheke Greiff) für 14 Tage, um den Mangel an Progesteron auszugleichen. Unter der Progesteron-D 4-Gabe verschwanden die krampfartigen Beschwerden noch am gleichen Tag.

Kontrolltermin nach 32 Tagen

Seit dem Tag vor diesem Termin habe die Patientin keinen schleimigen Stuhlgang mehr. Auch die Krämpfe im Bereich der Ovarien blieben aus, lediglich bestünde noch ein leichtes Zwicken. Eine leichte Schmierblutung sei zwischendurch aufgetreten. Der kinesiologische Nachtest der Ovarien und des Hormonsystems hat ergeben: Bei allen Tests blieb der IM angeschaltet. Medikamente wurden nicht mehr benötigt. Seit dem Vortag habe die Patientin das Gefühl, als sei ein Schalter umgelegt worden. Sie fühle sich sehr wohl, sei glücklich und habe ein besseres Körpergefühl. Ein Telefonat nach einem Jahr hat ergeben, dass es bei der Patientin ein Vierteljahr gedauert habe, bis der Zyklus sich normalisiert hätte. Jetzt hätte sie einen regelmäßigen Zyklus und keinerlei Darmbeschwerden.

Fazit

Ohne die naturheilkundliche Kinesiologie hätte ich meine klassischen Naturheilverfahren für Darmbeschwerden angewendet von einer mikrobiologischen Stuhlanalyse über Probiotika und der Suche nach Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Durch die Organsystemtestung und das bei der IKA ständig geübte Noticing (genaues Beobachten und genaues Zuhören) wäre ich nie so schnell im ersten Termin auf ein gynäkologisches Thema gestoßen. Heilen und diagnostizieren mit allen Sinnen! Hierbei möchte ich mich auch postum bei der Institutsleiterin Frau Ingeborg L. Weber bedanken, die mich in naturheilkundlicher Kinesiologie an der Internationalen Kinesiologie Akademie GmbH Frankfurt ausgebildet und den Europäischen Verband für Kinesiologie gegründet hatte. Ihre Leidenschaft für die Kinesiologie, Heilkunst, Tradition, Wissenschaft und Genauigkeit werden mir immer Begleiter in meiner Praxis sein.

Literaturhinweis:

[1] Weber, I.: Therapieblockaden durch Kinesiologie lösen, DHZ-Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift, 2009; 5:30–33 

[2] Verity, A.: Prinzipien der Erholung. Kapitel 5, Reutlingen. 4. Aufl., 1996; www.neuro-training-college. de/uploads/AM%202%20-%20PoR.pdf [24.09.2018] 

[3] Rote Liste. www.online.rote-liste.de [05.08.2018]

 

-----------------------

Über die Autorin

Meike Huber

Seit 2015 ist die gelernte pharmazeutisch- technische Assistentin Meike Huber als Heilpraktikerin in eigener Praxis tätig. Ihre Ausbildung in naturheilkundlicher Kinesiologie schloss sie an der Internationalen Kinesiologie Akademie in Frankfurt am Main ab. Die Schwerpunkte ihrer Praxis sind unter anderem Psychosomatik, Biochemie nach Dr. Schüssler, Kinesiologie, Darmgesundheit, Akupunktur, Labordiagnostik und orthomolekulare Medizin. Meike Huber ist außerdem Dozentin für Lüscher-Color-Diagnostik und Mitglied im Europäischen Verband für Kinesiologie e. V., UDH Landesverband Hessen und der Int. Ärztegesellschaft für Lüscher-Color-Diagnostik. 

Kontakt: 

Naturheilpraxis Meike Huber
Straubelgasse 1
61130 Nidderau
info@heilpraxishuber.de
www.heilpraxishuber.de