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Großes Interesse an Kinesiologie auf der VITAL 2017
Autor: Theda Sextroh
Eindrücke eines Kongresses

Der Europäische Verband für Kinesiologie e. V. (EVfK) und die Internationale Kinesiologie Akademie (IKA) waren in der Vergangenheit auf vielen Messen und Kongressen vertreten. Im Oktober 2017 waren sie zum ersten Mal auf der Gesundheitsmesse VITAL in Pforzheim mit einem gemeinsamen Stand präsent. So konnten die Standbetreuerinnen Erfahrungen austauschen und über ihre Arbeit als Kinesiologinnen berichten. Ein insgesamt sehr zufriedenstellender Besuch.

Auf der VITAL 2017, einer Gesundheitsmesse, präsentierten am 28. und 29. Oktober 2017 im Congress Centrum Pforzheim über 80 Firmen, Verbände, Kliniken und Selbsthilfegruppen ihr Angebot rund um das Thema Gesundheit, Wellness und Fitness.

Die Messe geht auf eine Initiative der „Pforzheimer Zeitung“ zurück. Sie fand in diesem Jahr zum vierten Mal statt. An die 10.000 Besucher kamen in den vergangenen Jahren jeweils zu den Veranstaltungen – und auch in diesem Jahr fand die Messe ein reges Interesse bei den zahlreichen Besuchern. Kongresseindrücke

Der Stand des Europäischen Verbands für Kinesiologie e. V. (EVfK) und der Internationalen Kinesiologie Akademie (IKA) befand sich im Ausstellungsbereich des Deutschen Naturheilbundes e. V. (DNB). Seit vielen Jahren pflegen die IKA und der DNB eine gute Zusammenarbeit und so stand auch in diesem Jahr Sabine Neff vom DNB bei allen organisatorischen Fragen kompetent und freundlich zur Seite. Am Stand des EVfK und der IKA war das Interesse der Besucher an der Kinesiologie groß. Die Vertreterinnen der Kinesiologie am Stand, Silke Rüdinger und Theda Sextroh, führten gute und teilweise intensive Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern. Viele berichteten von eigenen Erlebnissen und Erfahrungen mit der Kinesiologie. Andere hatten noch nie von der Kinesiologie gehört und fragten nach der Bedeutung des Wortes, nach Möglichkeiten dieser Therapie und waren aufgeschlossen, mehr zu erfahren. Als Theda Sextroh, Kinesiologin der Abschlussklasse der dreijährigen Ausbildung in Kinesiologie, den Vortrag „Kinesiologie – Fit und gesund durch Bewegung“ hielt, waren alle Plätze im modernen Vortragssaal belegt.

Die breite Palette von Anwendungsmöglichkeiten in Fitness und Gesundheit überzeugte und machte neugierig. Theda Sextroh stand nach ihrem Vortrag gern für Antworten zur Verfügung. Vor allem wollten die Zuhörer wissen, wo der/die nächste Kinesiologe/Kinesiologin zu finden sei. Ebenso fragten viele nach Kursen. Insgesamt war die Nachfrage nach Informationsmaterial so stark, dass am Sonntag schon alle Kursprogramme der IKA vergriffen waren. Aber auch einzelne Druckexemplare zu bestimmten Themen wurden gerne mitgenommen.

Persönliche Erfahrungen

In Pflegeberufen

Besucher am Stand, vor allem aus Pflegeberufen (besonders Altenpflege) und aus dem pädagogischen Bereich waren sehr gesprächsbereit. Sie erkannten, dass es Herangehensweisen aus der Kinesiologie gibt, die sie als sehr nützlich für ihre Arbeit erachten. Gerade diese Berufsgruppen schienen offen zu sein für neue Wege. Eine Schulleiterin, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen möchte, zeigte sich so begeistert, dass sie nun ernsthaft überlegte, eine Ausbildung als Kinesiologin zu machen. Gerade auf Schulebene liege – so wie sie es empfindet – noch Vieles im Argen. Sie hatte das Gefühl, dass mit Kinesiologie noch besser mit „schwachen“ Schülern gearbeitet werden könnte. Ihre Idee war es, sich nach der Pensionierung mithilfe der Kinesiologie diesen Kindern zu widmen. Altenpflegerinnen und Personen in der Betreuung von an Demenz Erkrankten berichteten, dass sie Übungen aus der Kinesiologie mit den Patienten bereits anwenden. Die Übungen werden in den diversen Fortbildungen vermittelt.

Bei Kindern

Eine Mutter fragte eher skeptisch, ob diese Übungen auch etwas für ihren zehnjährigen Sohn seien. Er habe große Probleme in der Schule, könne sich nicht konzentrieren und sein Auftreten wäre aggressiv. Ihr konnte versichert werden, dass diese Übungen für jeden und für jedes Alter geeignet seien und ganz bestimmt nicht schädlich sind. Als der Sohn neugierig dazu kam, konnte er – nach anfänglichem Zögern – humorvoll dazu animiert werde, die Ohrenenergie (Denkmütze) zu aktivieren, die liegende Acht und die Überkreuzübungen nachzumachen. Letztere machten ihm zunächst sichtbar Probleme, da er kaum in der Lage war, auf einem Bein zu stehen. Doch schließlich wurden seine Bewegungen deutlich flüssiger. Ebenfalls schwierig war es für ihn, die liegende Acht zu zeichnen. Die Augen konnten kaum folgen. Aber auch dabei zeigte der Junge einen gewissen Ehrgeiz, das „hinzubekommen“. Die Mutter war einigermaßen erstaunt, dass ihr Kind so bereitwillig mitgemacht hat. Zur Erklärung und Vertiefung hat sie Infomaterial mitgenommen.

In der Schule

Eine pensionierte Gymnasiallehrerin beklagte, dass sie immer noch unter der starken Anspannung der letzten Schuljahre stehe. Entspannungsübungen würden ihr nur kurzfristig helfen und sie sei auf der Suche nach etwas ganzheitlich Entspannendem. Nach einem informativen Gespräch, konnte sie sich vorstellen, mit Kinesiologie das Problem längerfristig lösen zu können.

Triade der Gesundheit

Immer wieder fragten die Standbesucher nach der „Triade der Gesundheit“ und was die genaue Bedeutung sei. Wie und dass Körper, Geist und Seele zusammenhängen wurde vielen überhaupt erst bewusster. Vor allem beim Thema Stress konnte fast jeder aus eigener Erfahrung erzählen. Die Wechselwirkung von den drei Ebenen der Triade war vielen eben überhaupt nicht klar.

Fazit

Es ist wichtig, auf Messen dieser Art immer wieder präsent zu sein, um die Kinesiologie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Atmosphäre auf der VITAL 2017 war an beiden Tagen sehr angenehm. Die Besucher nahmen sich viel Zeit, sich zu informieren. Die Räumlichkeiten im Congress Centrum sind modern, hell und lichtdurchflutet. Trotz der großen Besucherzahl gab es kein Gedränge. Eine rundum gelungene Veranstaltung bildete den Rahmen, um einer interessierten Öffentlichkeit die positiven Wirkungen der Kinesiologie vorzustellen.

 

Zur Autorin Theda Sextroh

Theda Sextroh arbeitete zunächst als Fremdsprachenkorrespondentin in der Autoindustrie und Landmaschinenbranche. Seit 2007 ist sie Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Ernährungsberatung und Aromatherapie. 2018 wird sie die Ausbildung an der IKA (Internationale Kinesiologie Akademie) zur Kinesiologin abschließen.

Kontakt: Theda Sextroh, Wormser Straße 14a, 68526 Ladenburg, Theda-s@gmx.de