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Vorgeburtliche, Folge- und Spätschäden durch Contergan
Autor: Christine Stolla und Valerie Gimmy
Aspekte der Heidelberger Conterganstudie

Im vorliegenden Beitrag wird ein Überblick über die zentralen Ergebnisse der „Heidelberger Conterganstudie“ gegeben. Nach einer Einführung in den geschichtlichen Hintergrund bzw. die Voraussetzungen für den Erfolg des Medikaments und der teratogenen Wirkungsweise werden das methodisches Vorgehen und die Stichprobe vorgestellt. Insgesamt wurde ein Rücklauf von 870 Fragebögen erzielt, 184 Personen nahmen an einer Fokusgruppe teil undmit 285 konnte ein qualitatives Einzelinterview durchgeführt werden. Es folgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich vorgeburtlichen, Folge- und Spätschäden mit anschließendem Ausblick über den weiteren Forschungsbedarf. Der Beitrag zeigt, inwiefern im Alltag contergangeschädigte Menschen durch Folgeschäden in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt sind. Ergebnisse aus bisherigen Studien konnten bestätigt und erweitert werden. Empfohlen wird ein Follow Up der ersten Erhebung bezüglich Lebensqualität, Schmerzen, Heil- und Hilfsmittelbedarf und Psyche sowie weiterführende Untersuchungen zu den Spätschäden.

Einleitung

Anfang der 1960er-Jahre fand in Deutschland einer der größten Arzneimittelskandale seinen Anfang, der bisher beispiellos geblieben ist – auch in seinen juristischen und menschlichen Folgen für die drei davon betroffenen Generationen. Die Eltern, besonders die damals ins gesellschaftliche Abseits gestellten Mütter, die Geschädigten selbst und deren Kinder tragen bis heute an den Konsequenzen.

Thalidomid ist ein von dem Pharmaunternehmen Grünenthal entwickelter teratogener Arzneistoff, der am 1. Oktober 1957 unter dem Markennamen Contergan auf den deutschen Markt kam; zahlreiche weitere Länder folgten (Böhm, 1973). Beworben wurde es wegen seiner scheinbaren Ungefährlichkeit als Schlaf- und Beruhigungsmittel, explizit auch für Schwangere und stillende Mütter. Thalidomid wird heute von der Firma Celgene vertrieben, allerdings unter strengen Auflagen. Indikationen des Medikaments sind neben einer schlaffördernden Wirkung weitere nachweisbare therapeutische Effekte bei Lepra, dem multiplen Myelom sowie Autoimmunerkrankungen (Calabrese & Fleischer, 2000; Silvermann, 2002; Thormann, 2007).

Geschichtlicher Hintergrund – drei Erfolgsvoraussetzungen für Contergan

Drei Gründe waren ausschlaggebend für den enormen Erfolg von Contergan:

1. Die 1950er Jahre waren einerseits von einer euphorischen Aufbruchsstimmung geprägt. Wirtschaft und Forschung entwickelten außerordentliche Neuerungen. Andererseits bestand ein unterschwelliger Zustand der Angst und Bedrohung: der Krieg war zwar vorbei, nächtliche Bombenabwürfe waren aber nicht vergessen, und die nukleare Bedrohung des Kalten Krieges war allgegenwärtig (Brynner & Stephens, 2001). Ergebnis waren Schlafstörungen in der Bevölkerung Deutschlands, Großbritanniens und der USA. Schlafmittel waren infolgedessen beliebt und der Gebrauch stieg zunehmend. Die verwendeten Barbiturate konnten aber höchstwahrscheinlich süchtig machen und boten bei Überdosierung die Möglichkeit zum Selbstmord. Für ein Schlafmittel, welches ohne diese Nebenwirkungen auskäme, war der Erfolg vorprogrammiert.

2. Als zweiten wichtigen Grund vertreten Sjöstrom & Nilsson (1975) sowie Brynner & Stephens (2001) die Ansicht, dass die Erfinder von Contergan, Dr. Heinrich Mückter und Wilhelm Kunz, beide prozentual amGewinn von Contergan beteiligt waren.

3. Als letzter Grund muss berücksichtigt werden, dass erst Anfang 1961, 85 Jahre nach der ersten Forderung des Deutschen Apothekervereins nach einem Arzneimittelgesetz (AMG), das entsprechende Gesetz vomBundestag beschlossen wurde. Bis zu diesemZeitpunkt existierte in Deutschland kein eigenes AMG, die BRD war bis dato das letzte Land der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ohne entsprechende Regelung.

Die teratogene Wirkung von Thalidomid im Mutterleib

Thalidomid ist in seiner während des Contergan- Skandals verkauften Form ein Teratogen, d. h. es wirkt als externer Faktor fruchtschädigend beim Menschen und bei wenigen Tierarten. Als Missbildungen verursachendes Teratogen wurde 2010 das Protein Cereblon identifiziert, das mit weiteren Proteinen einen sogenannten Ubiquitin-Ligase- Komplex bildet. Dieser Komplex steuert auch die Morphogenese von Gliedmaßen (Ito et al., 2010; Ito, Ando & Handa, 2011). Wird Thalidomid innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft eingenommen, blockiert es den Wachstumsfaktor VEGF1, wodurch es zu einer fehlenden Blutgefäßbildung des Embryos kommt. Dies führt zu einer verkürzten oder fehlenden Anlage der Arme und Beine, meist beidseitig, sowie zu Fehlbildungen von Wirbelsäule und Becken, Sinnesorganen, inneren Organen, dem Gefäßsystem, dem Nervensystem und der Muskulatur, je nach Zeitpunkt der Einnahme.2

Fehlbildungen der Gliedmaßen, also der Arme, Hände, Beine oder Füße, werden Dysmelien genannt und sind in der ICD-10 unter Q73 klassifiziert.

Methoden der Heidelberger Studie

Es war das Ziel der von uns durchgeführten, sogenannten Heidelberger Studie, bestehende Versorgungsdefizite und künftige Unterstützungsbedarfe contergangeschädigter Menschen zu ermitteln und aus den gewonnenen Befunden differenzierte Handlungsempfehlungen mit Blick auf die Versorgung und Unterstützung dieserMenschen abzuleiten. Dabei sahen wir die contergangeschädigten Frauen und Männer als Experten in Bezug auf ihr eigenes Leben, auf ihre Stärken und Schwächen, auf die Umweltgestaltung und auf zentrale Merkmale der Versorgung an.

Insgesamt erzielten wir einen Rücklauf von 870 auswertbaren Fragebögen. Von den angeschriebenen Personen zeigten sich 184 interessiert, an einer Fokusgruppe teilzunehmen. Mit 285 Betroffenen konnte ein qualitatives Einzelinterview durchgeführt werden. Tabelle 1 zeigt die wichtigsten Kennwerte derjenigen Personen, die uns einen Fragebogen zurückgesandt hatten.

Ausgewählte Ergebnisse – durch Contergan verursachte vorgeburtliche, Folge- und Spätschäden

Vorgeburtliche Schäden bezeichnen alle durch Thalidomid während der Schwangerschaft beim Fötus hervorgerufenen Fehlbildungen. Art und Ausmaß der Schädigung werden vom Zeitpunkt der Gabe des Medikaments bestimmt. Vorgeburtliche Schäden können sowohl Dysmelien umfassen als auch Fehlbildungen von Wirbelsäule und Becken, Sinnesorganen, inneren Organen, dem Gefäßsystem, dem Nervensystem und der Muskulatur.

Dahingegen umschreiben Folgeschäden Beeinträchtigungen, die sich bei Contergangeschädigten erst im Lebensverlauf entwickeln. Folgeschäden haben ihren Ursprung in jenen früh eingeübten Bewegungsmustern, mit denen fehlende Funktionen kompensiert werden. Die Fehl- und Überlastungen ursprünglich gesunder Gelenke und Gliedmaßen, mit deren Hilfe die Mobilität verbessert werden konnte, ist die Ursache heute auftretender schwerer Arthrosen und Verschleißerscheinungen, die zu Verspannungen und Schmerzen sowie einer erheblichen Einschränkung der Mobilität auch in diesen ursprünglich nicht betroffenen Bereichen führen.

Folgeschäden sind abzugrenzen von den sogenannten Spätschäden, die solche Schäden bezeichnen, die ebenfalls vorgeburtlich entstanden sind, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt diagnostiziert wurden, wie es z. B. häufig bei Gefäßen und inneren Organen der Fall ist.

Um zu verdeutlichen, wie sich die Folgeschäden im Zeitverlauf entwickelt haben, wurden im Fragebogen Kennwerte für die Entwicklung von Arthrosen, Schmerzen, Muskelschwäche und Verspannungen in den letzten fünf bzw. zwei Jahren sowie zum Erhebungszeitpunkt erfragt. Dabei konnten die Probanden auf einer Ratingskala Werte von 1 (leichte Schmerzen) bis 4 (starke Schmerzen) ankreuzen. Beispielhaft zeigt Abbildung 1 wie sich der Schädigungsverlauf für die oberen Extremitäten darstellt. Die auf dieser Basis zu erwartende Weiterentwicklung wird durch lineare Trendlinien dargestellt.

Die Analyse der Schädigungsverläufe zeigt eine Zunahme der Ausprägung der Mittelwerte in den Zeiträumen von vor fünf, vor zwei Jahren und zum Erhebungszeitpunkt. Diese Ergebnisse stimmenmit den Aussagen der Betroffenen in Interviews und in Fokusgruppen überein, wonach Folgeschäden seit etwa zehn Jahren langsam zunehmen: Veränderungen treten an den Gelenken auf, die zusammen mit Verspannungen Schmerzen verursachen und aufgrund der Muskelschwäche zu einer zusätzlichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit führen. Diese Entwicklung hat sich in den vergangenen zwei bis fünf Jahren deutlich beschleunigt. Als zweites wichtiges Ergebnis wird die Kumulation der vorgeburtlichen Schäden und der Folgeschäden zum heutigen Ist-Zustand der Geschädigten vorgestellt. In Tabelle 2 sind die jeweiligen Prozentwerte für die zehn Schädigungsbereiche aufgelistet. Dies soll unterstreichen, inwiefern sich der Zustand nichtmehr allein durch vorgeburtliche Schäden bewerten lässt, sondern sich neue Funktionalitätseinschränkungen ergeben haben, vor deren Hintergrund die aktuelle Lebenssituation neu bewertet werden muss. Die Tabelle 2 macht deutlich, in welchen Bereichen die Folgeschäden besonders Auswirkungen haben. Im Bereich der oberen Extremitäten hat sich von den vorgeburtlichen Schäden zum heutigen Zustand scheinbar nur ein kleiner Prozentsatz verändert. Dieser Schädigungsbereich war von Geburt an hoch besetzt, und wenn man bereits eine vorgeburtliche Schädigung vorweist, wird diese nicht nochmals beimheutigen Ist-Zustand gezählt. Betrachtet man aber differenziert die reinen Folgeschäden, ist hier ein Wert von 62,6 Prozent zu konstatieren, was deutlich macht, inwiefern sich die Contergangeschädigten gerade bei den oberen Extremitäten nicht nur mit den körperlichen Einschränkungen von Geburt an zu arrangieren haben und Selbstständigkeit erlenen mussten, sondern wie sie vermehrt mit den Folgen des erhöhten und verfrühten körperlichen Verschleißes zu kämpfen haben.

Handlungsempfehlungen und ihre Umsetzung in der dritten Änderung des Conterganstiftungsgesetzes

Auf Grundlage der Ergebnisse der Heidelberger Conterganstudie wurden im Abschlussbericht insgesamt 16 Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung ausgesprochen. Diese betrafen die Bereiche Conterganrente, Assistenz, Pflege, Heil- und Hilfsmittelbedarf, Barrierefreiheit, Mobilität u. a. 3 Nach Beendigung des Forschungsprojektes erfolgte am1. Februar 2013 eine öffentliche Anhörung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend imDeutschen Bundestag. Hier wurden die zentralen Ergebnisse vorgestellt, Experten gehört, und die politischen Entscheidungsträger hatten Gelegenheit, Rückfragen an die Anwesenden zu stellen. Es folgte ein parteiübergreifender Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU / CSU, SPD und FDP für ein drittes Gesetz zur Änderung des Conterganstiftungsgesetzes, welches am 25. April 2013 nach der zweiten und dritten Lesung verabschiedet wurde. Als zentrale Verbesserung des Stiftungsgesetzes wird die rückwirkend zum 1. Januar 2013 geltende deutliche Erhöhung der Conterganrenten gesehen. So stieg der Höchstsatz von 1152,- € auf 6912,- € an.

Ausblick

Die Heidelberger Conterganstudie konnte Ergebnisse aus bisherigen Studien, die seit dem Jahr 2002 zum Thema der Lebenssituation älter werdender contergangeschädigter Menschen durchgeführt wurden, bestätigen und erweitern (Bent, Tennant, Neumann, & Chamberlain, 2007; Ekfeldt & Carlsson, 2008; Enns Howe, J., Seeberger, B., 2009; Enns, Rester, & Seeberger, 2009; Kennelly, Kelson, & Riesel, 2002; Nippert, Edler, & Schmidt-Herterich, 2002). In der Durchführung befinden sich zurzeit eine Studie zu „Gesundheitsschäden, psychosoziale Beeinträchtigungen und Versorgungsbedarf von Contergan geschädigten Menschen aus NRW in der Langzeitperspektive“ sowie die „Historische Aufarbeitung der Haltung Nordrhein-Westphalens zum Contergan-Skandal“. Weiterer Forschungsbedarf besteht aus Sicht des Instituts für Gerontologie zunächst in einem Follow-Up der ersten Erhebung, um zu prüfen, inwieweit sich die Lebenssituation bezüglich Lebensqualität, Schmerzen, Heil- und Hilfsmittelbedarf, Psyche etc. nach dem 3. Conterganänderungsgesetz verbessern oder zumindest stabilisieren konnte. Weiterhin ist es erforderlich, weiterführende Untersuchungen zum Thema der Spätschäden zu initiieren. Eine erste Ausschreibung des Stiftungsrats der Conterganstiftung hat Mitte 2013 bereits stattgefunden, der Zuschlag wurde bisher aber nicht vergeben. In verschiedenen Experteninterviews äußerten Verbandsvertreter gegenüber der Autorin Forschungsbedarf hinsichtlich des bereits erwähnten Follow-Up mit den Schwerpunkten Lebensqualität, Schmerzen, Folgeschäden und Spätschäden. Auch spielen die Neubewertungen der Folgeschäden, die Überarbeitung des Punktesystems4, der Entwicklung neuer Hilfsmittel5, Verlustängste im Alter oder das Thema Alter generell eine große Rolle. Kontrovers wird die Frage diskutiert, wie früh weitere Forschung ansetzen sollte; erwartet wird eine gewisse „Forschungsmüdigkeit“ nach den Anstrengungen der letzten Jahre oder zumindest eine notwendige Eingewöhnungsphase in die neue Lebenssituation, bevor diese bewertet werden kann. Einig sind sich die Verbandsvertreter, dass nach wie vor bestimmte Kernthemen behandelt werden müssen, wie z. B. die speziellen Bedarfe 6 oder das Thema Nachlass.


1 Vascular Endothelial Growth Factor

2 Eine gute grafische Übersicht findet sich auch unter www.contergan-karlsruhe.de/graphik.html

3 Vollständig nachzulesen unter: https://www.conterganstiftung. de/aufgaben/projektfoerderung/forschungsprojekt/ studie-der-universitaet-heidelberg. html (abgerufen am 17.2.2015)

4 Die Höhe der Conterganrente ergibt sich aus einer Punktetabelle. Jedem Geschädigten werden durch eine medizinische Kommission entsprechend der durch Contergan verursachten Fehlbildungen Punktwerte zugesprochen.

5 www.gruenenthal-opfer.de/media/raw/Antrag_ Blutdruckmessgeraet_Charite_26_5_2014.pdf (abgerufen am 17.2.2015)

6 Neben der Rentenerhöhung stehen der Conterganstiftung weitere 30 Mio. € pro Jahr zur Verfügung, die für spezielle Bedarfe der Geschädigten eingesetztwerden können.


Folge- und Spätschäden von Contergan und Kinesiologie

Die Analyse der Schädigungsverläufe zeigt eine Zunahme der Ausprägung wie in Abbildung 1 dargestellt. Diese Ergebnisse stimmen mit den Aussagen der Betroffenen überein, dass Veränderungen an den Gelenken auftreten, die zusammen mit Verspannungen Schmerzen verursachen und auf Grund der Muskelschwäche zu einer zusätzlichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit führen. Hier kann die Kinesiologiemit „Gesund durch Berühren“ und „Hyperton X“ Erleichterung verschaffen mit der Arbeit direkt an der Muskulatur. (Studie: Sabrina Mager: Hat die kinesiologische 14 Muskelbalance des Touch for Health und herkömmliche Behandlung von knochenmarkstransplantierten Leukämiepatienten einen positiven Effekt? – eine Pilotstudie) Aber auch durch gezielte Brain Gym-Übungen können Verbesserungen der Beweglichkeit erreicht werden. (Kinesiologie als wertvolle Hilfe, CO.med 5/2001) Die emotionale Belastung kann durch die 3D-Integration abgemildert werden. Mit den Methoden der Kinesiologie besteht die Möglichkeit, die Lebensqualität der Contergan- Betroffenen zu verbessern.Wir streben an, explorative Einzelfallstudien von den Absolventen der Internationalen Kinesiologie Akademie GmbH in die Wege zu leiten, um die bisherigen positiven Erfahrungen zu systematisieren.

Ingeborg L. Weber MSc

1. Vorsitzende Europäischer Verband für Kinesiologie e.V. (EVfK)


Literaturhinweis

Bent N, Tennant A, Neumann V, Chamberlain MA (2007): Living with thalidomide: health status and quality of life at 40 years. Prosthetics and Orthotics International, 31(2), 147–156.

BöhmD (1973): Die Entschädigung der Contergan-Kinder: Abriß und Leitfaden für die Eltern der Contergan-Kinder und Kommentar und Materialsammlung zum Gesetz über die Errichtung einer Stiftung Hilfswerk für behinderte Kinder. Siegen: Vorländer.

Brynner R, Stephens T (2001): Dark remedy the impact of thalidomide and its revival as a vital medicine. New York: Perseus.

Calabrese L, Fleischer AB (2000): Thalidomide: current and potential clinical applications. American Journal of Medicine, 108(6), 487–495.

Ekfeldt A, Carlsson GE (2008): Dental status and oral function in an adult group of subjects with thalidomide embryopathy - a clinical and questionnaire study. Acta Odontologica Scandinavica, 66(5), 300–306.

Enns M, Howe J, Seeberger BM (2009): Contergan und Alter – Zur Alltagsbewältigung von älter werdenden Contergangeschädigten Menschen. HeilberufeSCIENCE, 2, 112–116.

Enns M, Rester D, Seeberger B (2009): Studienüberblick zur Lebenssituation älter werdender Contergan-geschädigter Menschen. Heilberufe, 61, 35–40.

Ito T, Ando H, Handa H (2011): Teratogenic effects of thalidomide: molecular mechanisms. Cellular and Molecular Life Sciences : CMLS, 68(9), 1569–1579.

Ito T, Ando H, Handa H et al. (2010). Identification of a primary target of thalidomide teratogenicity. Science (Vol. 327).

Kennelly C, Kelson M, Riesel J (2002). Thalidomide-impaired people : quality of life. A Community Fund project on behalf of the Thalidomide Society.

Nippert I, Edler B, Schmidt-Herterich C (2002): 40 years later: the health related quality of life of women affected by thalidomide. Community Genetics, 5(4), 209–216.

Silvermann WA (2002): The Schizophrenic Career of a “Monster Drug.“ Pediatrics, 110(2), 404–406.

Sjöström H, Nilsson R (1975): Contergan oder die Macht der Arzneimittelkonzerne. Berlin: VEB.

Thormann KD (2007): Die trügerische Sicherheit der “harten“ Daten. Deutsches Ärzteblatt, 104(41), A2778–A2782.


Zur Autorin Christine Stolla

Studium der Soziologie und Gerontologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg, zurzeit tätig in den Forschungsprojekten Orbit und Akrobatik@home. Freiberufliche Dozentin am Institut für komplementäre Methoden der Steinbeis- Hochschule Berlin SHB.

Kontakt:

Institut für Gerontologie, Bergheimer Str. 20, D-69115 Heidelberg, christine.stolla@gero.uni-heidelberg.de